Archiv für Oktober, 2008

Russland_stellt_um

Oktober 30, 2008

russlands schulen setzen in zukunft auf linux

hier die distribution http://linux.armd.ru/ru/distros/

Excel_als_Videoplayer

Oktober 29, 2008

Von_Der_Banalen_Selbstvernichtung

Oktober 24, 2008

Elfriede jelinek schreibt über Haider – ohne seinen Namen nennen zu müssen und damit zu mythologisieren – alles, was noch zu schreiben ist. und damit ist das wichtigste gesagt:

Von Ewigkeit zu Ewigkeit

Kleiner_Mann_Was_Nun?

Oktober 18, 2008

… als ich das theaterstück von tankred torst (dramatisierung von falladas roman aus dem jahr 1932) gelesen habe, war jörg haider gerade dabei, seinen unaufhaltsamen aufstieg zu planen. mit heute beginnt wieder die wirkliche wirklichkeit nördlich der karawanken – ob die normalität wieder alltäglich wird, wird sich wohl erst zeigen müssen.

über den landeshauptmann wurden nun verklärte worte gefunden – weit weg von seinem handeln und seiner verantwortung. und letztlich wurde der schmäh vom bzö nicht erkannt, den mythos leben zu lassen – so lange wie möglich. ein junger unerfahrener boyfriend wird zum bundesparteiobmann, ein großbauer mit bedenklichen ideologischem hintergrund zum landesparteiobmann.

die frage, ob jörg haider faschistisch oder gar nationalsozialistisch geprägt war, stellt sich nicht. es stellt sich auch nicht die frage, ob er ein politisches talent war und österreich geprägt hätte. jörg haider war rücksichtslos in der realen politischen welt und hat sich selbst als provinzereignis  persönlich und politisch überschätzt. so hat er politisch gewirkt und so ist er verstorben: rücksichtslos, verantwortungslos, selbst überschätzend und in der lebenslüge einer glücklichen familie. auch diese lüge mußte symbolisch gespielt werden, um trauer im land zu bewirken – bei den kleinen, bei den arbeitern, bei den abhängigen.

wer fragt denn heute noch nach den jungen männern, denen er sich angezogen gefühlt hatte – sein nachfolger war mit 27 jahren bereits zu alt. wie die männlichen jugendlichen in der spittaler disco oder der junge mensch im schwulenlokal in der todesnacht.  immerhin war jörg haider nach der abendlichen trennung bei einem jüngeren in einer schwulenkneipe in klagenfurt – und hat sich dort sehr schnell 1,8 promille angetrunken. mut angetrunken? wie beim ersten date? prahlerisch selbst mit dem auto gefahren – mit 160km/h mitten ins ortsgebiet.

nun wird über das erbe gerätselt. welches erbe? die selbstüberschätzung, die rücksichtslosigkeit oder die verantwortungslosigkeit? großbauern, bankiers und andere fragwürdige geschäfte müssen weiter gedeckt bleiben.

ich nehme an, dass claudia haider das erbe übernehmen wird – die einzige kandidatin, die jetzt schon den wahlkampf gewonnen hat. da brauchen wir gar keinen wahlkampf mehr in kärnten, sondern nur noch kerzen, bilder, lieder und symbole. dazu können wir kinder missbrauchen – wie der großbauer als schullandesrat, indem er die schülerInnen zwingt eine trauerstunde abzuhalten. eine stunde trauern – für einen rücksichtslosen, verantwortungslosen provinzpolitiker.

falladas roman handelt auch über die angst vor dem sozialen abstieg – eine angst, die wir alle verspüren. ich hoffe auch die bagage um jörg haider, die sich nun kärnten aufteilen möchten, während der rest die person mythologisiert und damit tabuisiert.

142km/h und 1,8 promille

Oktober 16, 2008
t

er hat politisch gehandelt und privat gelebt sowie ist gestorben:
RÜCKSICHTSLOS UND SELBSTÜBERSCHÄTZT